April 2021

Samstag 17.4.

 

 

 

 

 

 

In der kräftigen nordöstlichen Höhenströmung ziehen zunehmend kompakte Wolkenfelder (Cumuls-Stratocumulus sowie Altostratus-Altocumulus opacus) nach Baden-Württemberg. Diese stehen in Verbindung mit einer Warmfront, die im Norden für eine milde Luftmasse sorgt, während sie sich im süddeutschen Raum kaum durchsetzen kann und auf die bodennahe Kaltluft aufgleitet. Somit ergibt sich ein Nord-Süd-Gefälle bei den Temperaturen: Die höchsten Temperaturen bis 15 Grad sind dabei im Berliner Raum gemessen worden. In BW reichten die höchsten Werte von 11 Grad am Neckar und 12 Grad im Breisgau.

 

 

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Sonntag 18.4.

Mitteleuropa liegt unter einem abgeschlossenen umfangreichen Höhentiefkomplex , welches vom Mittelmeer bis nach Russland reicht. Unter dem Einfluss des Höhentroges haben sich in Verbindung mit hohen Vorticitywerten starke Quellwolken mit kräftigen Schauern und Gewittern entwickeln können, die von Polen über dem Berliner Raum nach Niedersachsen gezogen sind. Dort gab es auch die höchsten Niederschlagssummen. Im Süden hat es aus dichter, mehrschichtiger Bewölkung hin und wieder geregnet. Hier hält sich auch weiter die kühle und feuchte Luftmasse.

Die Grafik zeigt das Höhentief.

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Montag 19.4.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der großräumigen Bodendruckverteilung hat es kaum Veränderungen gegeben. Über Skandinavien ist nahezu unverändert das Hoch Queen präsent. Deutschland und weite Teile Mitteleuropas liegen durch die inzwischen weit aufgefächerten Luftdruckgegensätze unter einem Tiefdrucksumpf, wodurch sich eine sogenannte High over Low Konstellation mit einer schwächer werdenden Luftströmung eingestellt hat. Zusammen mit dem Höhentief, das sich wie festgefahren in 5,5 Km Höhe befindet, kommt es weiterhin zu stärkerer Wolkenbildung mit teils länger anhaltenden Regen, bzw. Schauern und auch vereinzelt zu Gewittern.

 

 

 

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Dienstag 20.4.

Die geringen Luftdruckgegensätze über Deutschland sorgen für schwache Luftbewegungen in horizontaler Richtung. In vertikaler Ausrichtung haben sich in der vorhandenen labilen Schichtung wieder stärkere Quellwolken gebildet (Cumulus-congestus und Cumulonimbus-capillatus), die vereinzelt Schauer und teils auch Gewitter hervorbrachten. Besonders betroffen waren hiervon Thüringen, Bayern und  einige Landesteile von Baden-Württemberg. Mit Nachlassen der Thermik sind die Wolken zum Abend hin wieder in sich zusammengefallen.

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Mittwoch 21.4.

Auf dem Satellitenbild ist die Kaltfront von Tief Zohan mit seinem schmalen Wolkenband zu erkennen. Die Front ist allerdings nicht sehr wetterwirksam und wird bei ihrer Passage allenfalls durch eine Winddrehung von Südost auf Nord und durch Schichtwolkenfelder sichtbar. Durch die geringe Feuchte, ist auch wenig Niederschlag zu erwarten. Im Süden Deutschlands sind mit Unterstützung der Sonneneinstrahlung die Temperaturen nochmals auf über 20 Grad geklettert: Esslingen 20,3°C, Waghäusel-Kirrlach mit 21°C als Spitzenwert. Im Laufe des Vormittags haben sich mit Erreichen der Auslösetemperaturen (12 bis 15°C) wieder vermehrt Quellwolken entwickelt mit kräftigen Regengüssen sowie einzelnen Gewittern. Betroffen waren vor allem hier Mittelfranken, der Raum Nürnberg sowie Oberbayern. In Baden-Württemberg sind dagegen nur einzelne leichte Schauer vom Kraichgau über den mittleren Neckarraum über die Schwäbische-Alb hinweggezogen.

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Donnerstag 22.4.

Die Kaltfront hat mittlerweile die Alpen erreicht und vor allem im Berchtesgadener Land hat es aus der frontalen Bewölkung geregnet. In Baden-Württemberg lockerten die Schichtwolken bis zum Mittag weiter auf, sodass sich insgesamt noch recht häufig die Sonne zwischen ein paar Cirren am Himmel zeigte. Die Temperaturen lagen durch die nordwestliche Strömung ein paar Grad tiefer als gestern und erreichten nur noch 13 bis 16°C. Der Luftdruck steigt und das Hoch Renate mit Zentrum über den Britischen Inseln gewinnt auch mehr auf Deutschland an Einfluss. Zwischen dem Tief Zohan über der Ostsee und dem Hoch hat sich durch den steilen Gradienten eine starke Strömung eingestellt (Grafik).In Schleswig-Holstein und vor allem in Nordfriesland kam es deshalb zu Sturmböen von bis zu 90 Km/h.

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Freitag 23.4.

Der Himmel über Deutschland zeigte sich heute durch das umfangreiche Hoch nahezu wolkenfrei. Dabei schien die Sonne bis zu den derzeit möglichen 13 Stunden. Durch den kühlen Nordostwind blieb es vielerorts bei Höchstwerten unter 20°C. Lediglich der Nordosten Deutschlands lag durch die Ausläufer des Tiefs Zohan unter dichten Wolken.

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Samstag 24.4.

Das Hoch Sandra liegt unverändert über Großbritannien und sorgt weiter für fast ungetrübten Sonnenschein, bis auf ein paar wenige Schleierwolken, die über Baden-Württemberg gezogen sind. Die diagonale Lage des Hochs hat auch zur Folge, dass sich Deutschland an seiner Ostflanke befindet und so die Temperaturen durch die nordöstliche Strömung verhalten bleiben. Das zeigte sich an den Höchstwerten, die im gesamten Nordosten Deutschlands 10 bis 13 Grad erreichten, da hier das Tief über der Ostsee Polarluft ansaugt. Mit jedem Kilometer Richtung Südwesten wurde es auch wärmer. Der Spitzenwert lag heute in Wutöschingen-Ofteringen im Landkreis Waldshut mit 22,4°C.

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Sonntag 25.4.

Über weite Regionen Mitteleuropas herrscht großräumiges Absinken durch das seit Tagen bestehende Hochdruckgebiet, wodurch keine oder nur geringe Wolken entstehen können. Mit der auflebenden Nordostströmung wird weiter kühle und trockene Kontinentalluft in die Südhälfte Deutschlands gelenkt. Während im Norden feuchte und kühle Luftmassen von Skandinavien her südwärts gelenkt werden, bleibt die Hochdruckbrücke für den Süden zunächst noch wetterbestimmend. Trotz der Sonneneinstrahlung haben die Temperaturen durch den kühlen Nordwestwind kaum die 20 Grad Marke erreicht.

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Montag 26.4.

Das Satellitenbild zeigt das Hoch, unter dem Mitteleuropa fast wolkenfrei ist. Die Wolken eines Tiefdruckwirbels über dem Mittelmeer kommen nur bis zum Alpenhauptkamm voran und von Schleswig-Holstein über Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandenburg/Berlin ziehen von der Ostsee noch immer dichte Wolkenfelder durch. Das Hoch verliert jetzt aber weiter an Masse und wird mit stetigem sinken des Luftdrucks abgebaut. Deutschland gerät daher in den nächsten Tagen unter Tiefdruckeinfluss. 

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Dienstag 27.4.

Die Wetterlage stellt sich allmählich um: Am Boden hat sich mittlerweile eine flache Tiefdruckzone von der Iberischen Halbinsel über Südfrankreich bis nach Deutschland ausgeweitet. Das Hoch Sandra hat seinen Schwerpunkt nach Polen und Südskandinavien verlagert, weshalb im Nordosten heute nach tagelangem Grau auch für längere Zeit die Sonne schien; und Frankreich, Deutschland Tschechien und Polen lagen unter einem wolkenfreien Himmel.

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Mittwoch 28.4.

Die Temperaturen haben nochmals einen Sprung nach oben geschafft. Verbreitet hat es im Südwesten Werte bis über 20°C gegeben. Am wärmsten war es entlang des Rheins: In Wagäusel-Kirrlach sind am Nachmittag 23,6°C gemessen worden, Esslingen gerade mal mit 22,3°C und damit der zweitwärmste Tag in Esslingen in diesem Monat. Am 1. April schaffte es die Quecksilbersäule auf den sommerlichen Wert von 25,3 Grad.  Mit der Winddrehung in der Höhe auf Südwest sind auch im Laufe des Tages vermehrt mittelhohe und hohe Wolken von Frankreich nach Baden-Württemberg reingezogen. Diese Wolkenfelder gehören zu einem kleinräumigen Tief, mit dem auch Regen verbunden ist und sich weiter nach Norden hin Richtung Benelux ausdehnt. 

Bild: Altocumulus-lenticularis

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Donnerstag 29.4.

Deutschland steht unter zyklonalem Einfluss mit dem Tief Christian, welches sich mittlerweile zur Pommerschen Bucht verlagert hat. Mit diesem Tief ist eine konfluente Höhenströmung verbunden, mit der verstärkt feuchte Luftmassen vom Atlantik nach Mitteleuropa geführt werden. Kaltluftadvektion und hochreichende Labilität haben in Norden Deutschlands die meisten Niederschläge gebracht, darunter auch einzelne kräftige Schauer und Gewitter. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zeigte sich, neben stärkerer Bewölkung und vereinzelten Schauern, des Öfteren die Sonne.

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Freitag 30.4.

Ein schmales Niederschlagsband mit Dauerregen hat sich von der Schweiz über Südbaden bis in die Oberpfalz ausgeweitet. Es steht in Verbindung mit einem neu entstandenen Tief über der Bodenseeregion, das in seinem weiteren Verlauf Richtung Südostbayern gezogen ist. In der südwestlichen Strömung verläuft diagonal eine Luftmassengrenze, die feuchtwarme Luft in der südosthälfte Deutschlands – von der kühlen Luft, nördlich der Frontenlinie trennt. Strömungsparallel dazu sind am Nachmittag durch den Hebungsantrieb, vom Allgäu ausgehend, Gewitter, teils mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel nordostwärts gezogen. Die höchste Regemenge fiel dabei am Irschenberg mit 31,4 l/m², Todtmoos 15,9,- und Buchenbach bei Kirchzarten 12,6 mm. Und in Esslingen fielen bis zum Abend 10,6 Liter Regenwasser auf den Quadratmeter. Das Regenradar zeigt das Niederschlagsband am Abend 20 Uhr.

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