Kombinierte Minimumtemperatur
Prognose für die kommende Nacht in Oberesslingen auf 256 m aus MOSMIX-TN, DWD-12-UTC-Radiosonde, Taupunkt, zeitlich gewichteter Bewölkung, Kalt- und Warmluftadvektion, Stefan-Boltzmann-Strahlungsbilanz und lokaler Standortkorrektur.
Prognose für die kommende Nacht
-- °C
Berechnung läuft …
noch keine Daten
Verwendeter Aufstieg--
Bodentaupunkt--
Wind in Bodennähe--
Bodeninversion Nacht--
Taupotenzial--
MOSMIX-TN Referenz--
Standortkorrektur--
Advektion--
Nebelpotenzial--
Alter 12-UTC-Sonde--
Unteres Temperatur- und Taupunktprofil
Die unteren 1.500 m bestimmen die nächtliche Ausstrahlung und die Ausbildung einer Bodeninversion besonders stark.
Berechnung
Die Abschätzung verbindet Taupunktnähe, Wind, Feuchte und Bodeninversion mit einer expliziten Stefan-Boltzmann-Energiebilanz.
QLW = εsσTs4 − εaσTa4
Tmin = TReferenz(MOSMIX,Td) + ΔTStandort + ΔTSB + ΔTAdv
Tmin,CP = 0,316 T12 + 0,548 Td,12 − 1,24 + K
Tfog = 0,044 T12 + 0,844 Td,12 − 0,55 + A Werte werden eingesetzt …
Tmin = TReferenz(MOSMIX,Td) + ΔTStandort + ΔTSB + ΔTAdv
Tmin,CP = 0,316 T12 + 0,548 Td,12 − 1,24 + K
Tfog = 0,044 T12 + 0,844 Td,12 − 0,55 + A Werte werden eingesetzt …
- Die langwellige Ausstrahlung wird mit der Stefan-Boltzmann-Gleichung aus der vierten Potenz der absoluten Temperatur berechnet.
- MOSMIX-TN bildet den Hauptanker. Der Sondentaupunkt darf diesen Wert nur noch begrenzt verschieben; damit kann ein feuchter 12-UTC-Sondenstart die Nachtprognose nicht mehr übermäßig anheben.
- Der effektive Emissionsgrad des Himmels wird aus dem Bodentaupunkt und einem Feuchte-/Wolkenproxy der unteren 1.500 m angenähert. MOSMIX-Bewölkung rund um den erwarteten Tmin-Zeitpunkt begrenzt die zusätzliche lokale Ausstrahlung.
- Schwacher Wind lässt die radiative Abkühlung stärker wirksam werden; stärkerer Wind erhöht die Durchmischung.
- Für Taupotenzial und Taumenge wird die kombinierte Tmin-Prognose gegen den Bodentaupunkt geprüft. Liegt Tmin darunter, wird Kondensation diagnostiziert und die latente Rückwärmung abgeschätzt.
- Die 12-UTC-Sonde zeigt die Schichtung am Nachmittag. Eine erst nachts entstehende Bodeninversion wird aus der berechneten Bodenabkühlung und dem MOSMIX-Nachtwind prognostiziert.
- Kalt- und Warmluftadvektion werden aus MOSMIX-Temperatur- und Taupunkttrend sowie ergänzend aus der Winddrehung der Sonde zwischen 925 und 700 hPa abgeleitet. Die Tmin wird in beide Richtungen begrenzt korrigiert; MOSMIX-TN enthält einen Teil dieses Effekts bereits.
- Aufziehende Bewölkung wird nicht mehr nur über das Nachtmittel bewertet. Entscheidend sind zusätzlich die Bewölkung rund um das erwartete Minimum und die Änderung vom Abend zur zweiten Nachthälfte.
- Craddock–Pritchard-Tmin und Nebelpunkt aus dem Forecasters Reference Book dienen als statistische Kontrollrechnung. Der benötigte geostrophische Wind wird vorsichtig aus dem MOSMIX-Bodenwind angenähert; deshalb ersetzt diese Referenz nicht die lokal kalibrierte Hauptprognose.
- Das Nebelpotenzial kombiniert Taupunktnähe, Feuchte, Wind, Bewölkung, Niederschlag, die prognostizierte Bodeninversion und den statistischen Nebelpunkt. Es ist eine Wahrscheinlichkeitsdiagnose, keine sichere Nebelvorhersage.
- Aus dieser latenten Energiebilanz wird zusätzlich eine geschätzte Taumenge in mm berechnet.
Diagnosefaktoren
Diese Größen gehen in die Tmin-Näherung ein.
Bodentemperatur--
T − Td am Boden--
mittlere Feuchte 0–1.500 m--
Abkühlungseffizienz E--
Netto-Langwellenausstrahlung--
Himmelsemissivität εa--
Radiative Zusatzabkühlung--
Latente Tau-Rückwärmung--
Geschätzte Taumenge--
Nacht-Inversionsstärke--
12-UTC-Inversion beobachtet--
MOSMIX-Datensatz--
MOSMIX-Bewölkung wirksam--
Bewölkung beim Tmin-Zeitfenster--
Bewölkungsänderung Abend → Nacht--
MOSMIX-Wind Nacht--
Stefan-Boltzmann-Korrektur--
Wolken-Abschirmkorrektur--
MOSMIX-Advektion--
Sondenadvektion 925–700 hPa--
Advektionskorrektur--
Nebelrisiko--
Craddock–Pritchard-Tmin--
Statistischer Nebelpunkt--
Tfog − Hauptprognose--
Statistische Nebeldiagnose--
CP-Eingangswerte--
Sonden-Rohwert--